Der flämische Minister Jo Brouns besucht die Baustelle APK Group in Bekkevoort

27. August 2026

Der flämische Minister für Umwelt und Landwirtschaft, Jo Brouns, besuchte heute im Rahmen der Voka-Sommerpraktika die Baustelle des Infrastrukturkonzerns APK Group in Bekkevoort. Während des Besuchs machte er sich mit der Arbeitsweise von APK Group vertraut und diskutierte über die Herausforderungen, mit denen der Bau- und Infrastruktursektor heute konfrontiert ist.

Der Besuch fand im Rahmen der Voka-Sommerpraktika statt, einer Initiative von Voka, die politische Entscheidungsträger näher an die Branchen heranführt, auf die sich ihre Politik auswirkt. Als flämischer Umweltminister besuchte Brouns die APK-Group in Bekkevoort, wo die Mikrobohrungsabteilung K-Boringen tätig ist. In Bekkevoort baut K-Boringen gemeinsam mit Besix eine neue Kläranlage für Aquafin. Solche Projekte sind ein wichtiger Bestandteil der flämischen ‘Bauoffensive’, die unter anderem zu einem besseren Schutz vor Hochwasser und Überschwemmungen beiträgt. Neben dem „Betonstopp“ ist auch die Verbesserung der Wasserqualität ein wichtiges Ziel der „Bauwende“.

Nach der Führung, bei der K-Boringen demonstrierte, wie eine solche schlitzlose Bohrung genau abläuft, konnten Minister Brouns und Ward Kerkhofs, Geschäftsführer bei APK Group, einen Austausch über einige gemeinsame Schwerpunkte für den Infrastruktur- und Abwasserreinigungssektor führen. Dabei wurden unter anderem die Bearbeitungsdauer von Genehmigungsverfahren, die Vorschriften zur Wiederverwendung von Aushubmaterial sowie der Zustrom von technisch qualifiziertem Personal in einem Sektor thematisiert, der mit einem anhaltenden Arbeitskräftemangel zu kämpfen hat.  

Danach war Ward Kerkhofs zufrieden mit dem Besuch des Ministers. “Die Voka-Sommerpraktika sind eine großartige Initiative für alle Sektoren. Die Chance, eins zu eins mit Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen, bietet einen einzigartigen Mehrwert für beide Parteien.” Mit mehr als 2.600 Mitarbeitern ist APK Group einer der führenden Akteure im Infrastruktursektor und verfügt über die nötige Erfahrung, um die Schwachstellen klar zu identifizieren. “Wir haben unsere Bedenken hinsichtlich der Baulandwende und deren Auswirkungen auf die betroffenen Sektoren dem Minister dargelegt. Wir sind uns beide einig, dass es viel zu tun gibt und dass der Sektor und die Politik eng zusammenarbeiten müssen, um die Ziele der Baulandwende erfolgreich zu verwirklichen.”, so Kerkhofs.

Der flämische Minister für Umwelt und Landwirtschaft Jo Brouns betont die Bedeutung von Projekten wie der Kläranlage in Bekkevoort. “Es ist besonders interessant, über die Voka-Sommerpraktika genau dieses Projekt zu besuchen, denn es fügt sich perfekt in die Schritte ein, die wir unternehmen, um unsere Wasserqualität zu erhöhen.”, so Brouns. “Kanalisation und Wasseraufreinigung gehen Hand in Hand: Man kann nur reinigen, was über ein gut ausgebautes Kanalisationsnetz auch effektiv zugeführt wird. Diese Kanalisation leitet das Abwasser von gut 3.500 Einwohnern zur Kläranlage von Aquafin etwas weiter entfernt in Bekkevoort. Der Zuleitungskanal und die Kläranlage sind essenziell, um den Verschmutzungsdruck durch Phosphor und Stickstoff auf den Pijnbeek weiter zu verringern. Die Projekte sorgen außerdem für einen dringend benötigten starken Anstieg des Reinigungsgrades in der Region."

Für Voka war dieser Baustellenbesuch genau das, wofür ihre Voka-Sommerpraktika stehen. Sie bieten die Möglichkeit, einen direkten Dialog zwischen Entscheidungsträgern und Unternehmen zu eröffnen. “Dieser Baustellenbesuch zeigt, warum die Voka-Sommerpraktika so wertvoll sind. Entscheidungsträger sehen hier aus nächster Nähe, was Unternehmer und ihre Mitarbeiter jeden Tag brauchen, um wichtige Infrastrukturprojekte voranzubringen. Schnellere und vorhersehbare Genehmigungen, praktikable Regulierungen und ausreichendes technisches Talent sind dabei entscheidend. Wenn wir unsere Infrastruktur erneuern und gleichzeitig unsere Ambitionen in Bezug auf Wasserqualität und Klima verwirklichen wollen, müssen Unternehmer den Freiraum erhalten, um zu investieren und Projekte durchzuführen. Dieser Dialog zwischen Politik und Arbeitsplatz hilft dabei, zu Lösungen zu gelangen, die auch in der Praxis funktionieren., also Johann Leten, geschäftsführender Direktor von Voka – IHK Limburg.