K-Boringen leitet den Fluss in den luxemburgischen Untergrund um
Im luxemburgischen Howald begann K-Boringen im vergangenen Herbst mit einer 620 m langen Bohrung unter einer stark befahrenen Straße, um den örtlichen Fluss Drosbach umzuleiten. Die neue Rohrleitung hat einen Durchmesser von 3 m und wird schrittweise durch den harten Sandstein verlegt.
Inhalt des Projekts
Auftraggeber dieser Arbeiten ist die Stadt Luxemburg, die im Rahmen eines neuen Regenwassernetzes beschloss, einen Fluss in Howald unterirdisch unter dem Straßenbelag einer stark befahrenen Durchgangsstraße abzuleiten. Das Ausheben eines tiefen Grabens kam wegen seiner Tiefe von 12 m unter dem Boden nicht in Frage. "Wir haben im September auf dieser kompakten Baustelle begonnen, und laut Zeitplan musste der Bohrkopf Anfang Februar in der Mitte eines Kreisverkehrs ausfahren. Pro Bohrtag stellten wir 10 m Bohrung zur Verfügung, die von einem sechsköpfigen Team, das sich eine Woche lang in Luxemburg aufhielt, abgewickelt wurde. Insgesamt mussten 155 Rohrelemente zu je 24 Tonnen aus Deutschland angeliefert werden", erklärt Kobe Kellens von APK Group. Der Bohrkopf, der nicht weniger als 80 Tonnen wiegt, wurde Mitte Februar in einer Nachtaktion aus dem Untergrund gehoben und ist auf dem Weg zurück nach Belgien zu seinem nächsten Einsatz.
SANDTON
Nennenswerte Unwägbarkeiten waren bei diesem Projekt nicht zu verzeichnen. Die Bodenuntersuchung hatte ergeben, dass man es mit Sandstein zu tun hatte, was natürlich zu einem zusätzlichen Verschleiß der Bohrgeräte führte. Der felsige Boden wird durch Stahlschneidwalzen gebrochen, die je nach Geologie Verschleiß aufweisen.