K-Boringen baut den längsten Mikrotunnel Belgiens für das prestigeträchtige Projekt ECLUSE II
Ein wichtiger Meilenstein für K-Boringen und für das ECLUSE II-Projekt: Unsere Tunnelbohrmaschine, die diesen außergewöhnlichen Mikrotunnel ausgraben wird, ist in Antwerpen angekommen. Ab Ende März wird unser Expertenteam mit der Rohrpresstechnik unter dem Fluss Schelde beginnen, zwischen dem Waaslandhaven auf LinkEROEVER und Evonik auf RechterOEVER, über zwei Schächte, die vom Partner Jan De Nul vorbereitet wurden. Mit dem Einsatz von 322 Rohren von jeweils 42 Tonnen schaffen wir einen Tunnel, der Platz für zwei Dampfleitungen, einen zentralen Wartungsweg und zusätzliche Kapazität für zukünftige Leitungen und Kabel bietet. In einer nächsten Phase werden wir noch einen kürzeren Tunnel in Richtung Evonik realisieren. Ein herausforderndes und innovatives Synergieprojekt, dem wir gerne unsere Handwerkskunst widmen!
“Jeder Schlauch ist 4 Meter lang und wiegt 42 Tonnen. Das bedeutet, dass der Transport von der Fabrik in Deutschland nach Antwerpen unter Polizeibegleitung erfolgen muss und nur innerhalb bestimmter Zeitfenster erfolgen darf. Deshalb richten wir einen zusätzlichen Lagerplatz in den Niederlanden ein, um flexibel zu bleiben.” – Ward Kerkhofs, K-Boringen

ECLUSE liefert Restwärme über ein Dampfnetzwerk an umliegende Hafenunternehmen. In Doel verarbeiten Indaver und Sleco jährlich eine Million Tonnen Abfall in ihrem Abfallverbrennungszentrum. Die dabei freigesetzte Wärme wird in Dampf umgewandelt, der dann für diverse Prozesse im Chemiesektor eingesetzt werden kann. Derzeit liefert das ECLUSE II-Projekt diesen Dampf an fünf Unternehmen im Waaslandhafen, auf dem linken Ufer der Schelde. Mit dem Bau eines neuen Tunnels wird diese nachhaltige Energie fortan auch für Unternehmen auf dem rechten Ufer verfügbar, beginnend mit Evonik Antwerpen. Derzeit deckt Evonik nämlich seinen Dampfbedarf noch durch die Verbrennung von Erdgas. Durch den Anschluss an ECLUSE kann das Unternehmen seinen fossilen Brennstoffverbrauch erheblich reduzieren, bis zu jährlich 100.000 bis 150.000 Tonnen CO2-Emissionen.
Als Belgische pionier in de microtunnellingtechniek heeft K-Boringen een grensverleggende reputatie opgebouwd als sterke partner in sleufloze technieken. Mit Projekte von privaten und öffentlichen Auftraggebern in ihrem Portfolio zieht das Hasseltser K-Boringen weit über die Landesgrenzen hinaus, aber für dieses fortschrittliche Infrastrukturprojekt spielen sie wieder ein Heimspiel. “Wir hoffen bis Ende des Sommers den langen Bohrvorgang unter der Schelde abgeschlossen zu haben und im Oktober den kurzen Bohrvorgang Richtung Evonik abzuschließen, damit wir noch dieses Jahr vollständig aus Antwerpen abfahren.”, schließt Ward ab.

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